AUM Beratung für Landwirte

Kennartenbestimmung

Ohne die Mitwirkung der Landwirte ist die Umsetzung von Naturschutzzielen nicht möglich. Häufig mangelt es jedoch an der Kommunikation. Daher unterstützen wir den Austausch auf Augenhöhe zwischen Landnutzern und Naturschutz. Außerdem bieten wir eine qualifizierte und kostenlose Beratung und Vertragsbegleitung zu den Agrarumweltmaßnahmen auf Grünland und besonderen Biotopen an. Durch eine flächendeckende Teilnahme der Landwirtschaft werden artenreiche und daher wertvolle Wiesen und Weiden langfristig gesichert.

Nicht nur die Corona-Lage, sondern auch die Übergangszeit zur neuen Förderperiode, die de facto frühestens ab 2023 beginnt und andere Ereignisse, wie die Neuausweisung unterschiedlicher Schutzgebiete, verkompliziert die landwirtschaftliche Antragstellung. Diese läuft ja bereits. Dieses Jahr müssen die Anträge bis zum 17.05.2021 abgegeben werden.

Daher möchten wir einige Hinweise zu den Agrarumweltmaßnahmen (AUM) zusammen­fassen, stehen aber natürlich jederzeit auch telefonisch oder draußen vor Ort für eine Beratung zur Verfügung.

Folgende AUM stehen in 2021 zur Beantragung, siehe auch:

https://www.ml.niedersachsen.de/startseite/themen/landwirtschaft/agrarforderung/agrarumweltmassnahmen_aum/aum_details_zu_den_massnahmen/wichtige-hinweise-zum-antragsverfahren-145542.html

(Nach den uns vorliegenden Informationen des Ministeriums sind die Angaben in der Übersicht unter Vorbehalt zu verstehen. Änderungen sind hier kurzfristig noch möglich).

 

Das heißt,

  • dass alle Ende diesen Jahres auslaufenden Agrarumweltmaßnahmen um ein Jahr verlängert werden können.
  • dass Flächenerhöhung bis 50% bei noch mind. 2 Jahre laufenden Verträgen auch bei allen AUM außer BS2 (mehrjährige Blühstreifen) und BS6 (Rotmilan) möglich sind. Flächenerhöhungen über 50% (Neuantrag) werden nicht angeboten.
  • Erstanträge (nur einjährig möglich) sind leider sehr begrenzt auf BS3 (Ackerwildkräuter), GL 21 (Frühjahrsruhe), GL3 (Beweidung in Hanglagen), GL4 (in NSG) und BB (auf besonderen Biotoptypen wie Kalkmagerrasen).

Für Landbewirtschafter/Innen im neuen LSG 017 „Rühler Schweiz und Burgberg“ gilt ab dem 01.01.2021, dass alle GL-Verträge innerhalb der in der Verordnungskarte dargestellten Kreuzschraffur („Magere Flachland-Mähwiesen“ und „Mesophiles Grünland“) durch die dort nun geltenden Bewirtschaftungsauflagen wegfallen. Im Gegensatz zu den Naturschutzgebieten (NSG) gibt es hier jedoch keinen Erschwernisausgleich. Eine Umbewilligung in GL4 für die Restlaufzeit ist möglich und verhindert ein „Leerjahr“ bis zur Bewilligung eines erneuten Antrags. Perspektivisch kann hier ab 2023 wieder eine finanziell attraktive Agrarumwelt­maßnahme (BB) abgeschlossen werden oder bei Änderung der hoheitlichen Vorgaben durch die Landesbehörden zu den bewährten AUM wie GL5 („Blümchenprogramm“) zurückgekehrt werden.

Dafür gibt es auf dem „normalen Grünland“ (Zone „G“) die zusätzliche Möglichkeit, GL4 mit einer Vergütung bis zu 390 €/ha (einjährig) abzuschließen. Sprechen Sie uns oder die Untere Naturschutzbehörde des Landkreis Holzminden hierzu an.

Zum Schluss haben wir noch einen link für Landwirte, die Interesse haben, an einer ca. 15-minütigen online-Umfrage der Uni Göttingen zum Thema „Wie können wir Agrarumweltmaßnahmen für Tiere der Agrarlandschaft wirksamer machen?“ teilzunehmen mit der Chance auf den Gewinn von 20 kg Saatgut für eine AUM-Blühfläche:

https://www.flexmail.eu/vt-c58eb414c60e77bc

Das Ziel ist es, die Agrarumweltmaßnahmen für die Natur effektiver und für Landwirte einfacher zu machen. Dafür interessiert uns Ihre Meinung!

Umso mehr Landwirte sich an der Umfrage beteiligen, umso überzeugender können wir die von Ihnen vorgeschlagenen Änderungen an die Ministerien herantragen.

Nachfolgend bieten wir Ihnen zwei Broschüren zum Download, um sich über die Fördermöglichkeiten zu informieren: