Weserberglandweg (XW)

Der in Hannoversch Münden beginnende, 225 km lange Weserberglandweg (XW) führt zu großen Teilen durch den Naturpark Solling-Vogler und verläuft dabei entlang zahlreicher Naturschönheiten, Aussichten und interessanten Projekten. Der vom Deutschen Wanderverband zertifizierte Fernwanderweg ist in 13 Tagesetappen von 16 bis 27 Kilometer Länge aufgeteilt.

Beim Wandern auf dem Weserberglandweg begleitet Sie das XW-Symbol auf den Markierungen in regelmäßigen Abständen an Bäumen, damit die Orientierung möglichst einfach fällt und Sie sich voll auf die schöne Landschaft konzentrieren können. Über Ziele und Distanz zu Ihnen werde Sie auch einfach durch die aufgestellten Wegweiser informiert.

An der Weserüberquerung in Bad Karlshafen taucht der Wanderer in ausgedehnte Buchenmischwälder ein, die die Niedersächsischen Landesforsten (NLF) als Partner des Naturparks im Rahmen ihrer „Langfristigen ökologischen Wald- Entwicklung“ bewirtschaften.

An der Weserüberquerung in Bad Karlshafen taucht der Wanderer in ausgedehnte Buchenmischwälder ein, die die Niedersächsischen Landesforsten (NLF) als Partner des Naturparks im Rahmen ihrer „Langfristigen ökologischen Wald- Entwicklung“ bewirtschaften.

 

 

Der Weserberglandweg wurde nach den Qualitätskriterien des Deutschen Wanderverbands ausgeschildert und markiert. Ausserdem erfüllt der Wanderweg die Kriterien an die Wegequalität, beispielsweise muss ein Qualitätswanderweg zu mindestens 35 % auf ( schmalen ) Naturwegen und Pfaden verlaufen, die ein besonderes Wandererlebnis garantieren.

Urige Rinder und Ponys im Hutewald

Nach den überragenden Aussichten bei den Sohnrey-Höhe und „Lug ins Land“ führt der XW direkt durch das Hutewald-Projekt des Naturpark Solling-Vogler. Die Niedersächsischen Landesforsten betreiben innerhalb des Europäischen Schutzgebietes (Flora-Fauna-Habitat-Gebiet, FFH 401) dieses historische Waldprojekt, um eine Waldbeweidung vorzustellen, wie sie unsere Vorfahren bis Ende des 18. Jahrhunderts praktiziert haben. Andererseits werden durch den Einsatz von Auerochsen (Heckrinder) und Exmoorponys Naturschutzziele erreicht und die lichten Eichenwälder durch den Verbiss von aufkommender Buche in ihrem Bestand erhalten. Der Naturpark Solling-Vogler ist auch hier, wie bei vielen anderen Beweidungsprojekten auf Naturschutzflächen in der Region, für das Management der Rinder und Ponys zuständig.

Am Carolinenteich unter dem Schloß Nienover erreicht der Wanderer ein Arrangement von Spielplatz, Bachlauf Reiherbach, Grillhütte sowie Stillgewässer und kann die Seele baumeln lassen.

Die Wassermühle Nienover gibt Zeugnis vergangener Zeiten und so gelangen Sie nach einigen Kilometern an die Feldmark von Schönhagen mit herrlichem Blick über die Landschaft. Aus Schönhagen geht es wieder etwas bergauf auf den weichen Wiesenweg am Wiesenrand zum ErlebnisWald, der als dezentrales Projekt zur Expo 2000 gehörte. Hier wird Ihnen der Wald nach dem Eintritt durch das Drehkreuz unter verschiedenen Aspekten präsentiert. Es lohnt sich, denn der Wald hat viele interessante Themen parat. Bei rechtzeitiger Buchung, können Sie sogar ein Baumhaus als Unterkunft im Baumhaushotel ergattern und den Wald aus einer ganz eigenen Perspektive erleben. Vom Klimaturm, der zwischen den alten Buchenkronen 40 m emporragt, erhalten Sie einen guten Eindruck von dem Wechsel von Wiesental und Wald. Das einzusehende Ahletal in Teilen Naturschutzgebiet (NSG) begleitet Sie nun auf dem Weg nach Neuhaus.

WildparkHaus – Das Solling-Besucherzentrum

Hier gelangen Sie zuerst zum WildparkHaus der Niedersächsischen Landesforsten, dem Solling- Besucherzentrum, in dem eine kostenlose Ausstellung, die Geschäftsstelle des Naturpark Solling-Vogler, die Wildparkleitung, die Hochsolling- Touristik und das Café/ Bistro Rotwild untergebracht sind. All inclusive können Sie sich über die Region und seine Angebote informieren und mit Genuss verweilen.

Wenn Sie von dem Besucherzentrum aus Ihren Weg fortsetzen, erreichen Sie entweder durch den Wildpark oder außen entlang der Hengstweiden des Celler Hengstgestüts die historischen Eichenalleen. Von hier aus geht die Strecke weiter vorbei am Nds. Forstamt Neuhaus zu den kulturhistorischen Sandstein-Trockenmauern, die schon vor ca. 200 Jahren als Weideeinfriedung dienten.

Hoch hinaus

Der Hochsollingturm erwartet Sie als nächstes Highlight mit eindrucksvollem Blick über den Solling. Nach wenigen Kilometern wird der XW auf einem Eichenholzsteg durch das Naturschutzgebiet (NSG) Mecklenbruch geführt. Auf dieser Lebensraumroute des Naturparks kann der Besucher sehr komfortabel das Hochmoor mit seiner ganz speziellen Naturatmosphäre genießen.

Auf der anderen Seite des Moores geht es vorbei am Hochseilgarten „Abenteuerpark Treerock“ durch weiträumige Fichten-Buchen-Mischwälder in das Hellental. Dieses NSG und gleichzeitig Flora-Fauna-Habitat-Gebiet (FFH 130) ist eines der vielen Wiesentäler, die dem Naturpark Solling-Vogler seinen besonderen, landschaftlichen Reiz verleihen. Die zu erlebenden Schwarzbunten- und Rotes Höhenvieh-Rinder sorgen hier für eine den Naturschutzzielen angepasste Kulturlandschaftspflege und für eine mittlerweile selten gewordene Begegnung von Mensch und Tier.

Knoblauchduft am Klippenweg

Der nächste Naturleckerbissen am Weserberglandweg ist der Holzberg, den Sie nach einem Anstieg oberhalb von Heinade erwandern. Auch hier erhält der Wanderer Einblick in ein Naturschutzgebiet (NSG Holzbergwiesen, HA 150), das besonders im Frühjahr seine ganze Blütenpracht entfaltet. Zartes Buchengrün und üppige Bärlauchvorkommen entwickeln nicht nur optisch, sondern auch für den Geruchsinn ein besonderes Erlebnis. Darüber hinaus wird wieder ein herrlicher Ausblick über die Region und den Ebersnacken, über den der Wanderer nach einigen km laufen wird, geboten.

Nach der historischen Altstadt von Stadtoldendorf gelangen Sie ins Hooptal mit an hohe Luftfeuchtigkeit angepasster Vegetation und dem sehr vitalen Forstbach. Am sanierten Grundmühlenteich, aus dem sich früher die Mönche mit Fisch versorgten, geht es aufwärts zum Kloster Amelungsborn. Ein ehemaliges Zisterzienser-Kloster, das jetzt zur ev.-luth. Landeskirche Hannover gehört. Die im Kern romanische Kirche, die Umfassungsmauern sowie die Konventsgebäude sind ein bedeutendes Baudenkmal.

Rundumblick in das Weserbergland – der Ebersnacken

Auf dem Weg in Richtung Holenberg erhalten Sie einen Blick in die Rühler Schweiz bis hin zum Köterberg. Das je nach Witterung malerische Landschaftsbild wird auch als die Toscana des Nordens bezeichnet. Ab Holenberg führt der XW auf dem Kammweg durch den Vogler, der mit hohem Anteil an naturbelassenen Wegen und zahlreichen Ausblicken erfreut. Der höchste Punkt ist der Ebersnackenturm, der eine 360°-Rundumsicht über den Naturpark, bis nach Nordrhein-Westfalen und bei guter Sicht zum Brocken ermöglicht. Manch einer bezeichnet ihn als den schönsten Blick im Weserbergland. Mit Bodoturm und Königszinne werden weitere Türme angesteuert, die das Wesertal einsehen lassen und nach Bodenwerder geht es vom Vogler auf den Eckberg und den Bismarkturm.

Der nun folgende Heiligenberg ist ein weiterer Höhenzug, der durchwandert wird, bevor endlich wieder die Weser erreicht wird. Nur kurz wird der beliebte Weserradweg tangiert und es geht direkt am Ufer auf einer historischen Treidelpfad-Strecke (treideln = Boote per Tier weseraufwärts ziehen) bis zur Brücke in Daspe. Über die Weser führt der XW durch Hehlen und hinauf auf die Ottensteiner Hochebene und bald in den Naturpark Weserbergland.

Die weiteren 90 km des XW über Schloss Hämelschenburg, Emmertal, Hameln und Rinteln bis nach Porta Westfalica führen Sie an weiteren ursprünglichen und idyllischen Punkten des Weserberglands vorbei.

Das Team des Naturpark Solling-Vogler wünscht Ihnen eine schöne, erlebnisreiche Wandertour! Weitere Informationen finden Sie unter www.weserberglandweg.de oder kontaktieren Sie uns gern.