Der Pilgerweg Loccum-Volkenroda - "Wandern Plus"

Der Pilgerweg zwischen Loccum und Volkenroda führt Sie unter anderem durch die Stille und Einsamkeit der Wälder des Naturpark Solling-Voglers. Auf einer 259 km langen Strecke folgt er den Spuren der Zisterziensermönche.

Wer beim Wandern "mehr" will, der entdeckt, dass das Pilgern nicht nur Körper und Sinne beansprucht, sondern auch die Seele beflügelt - eben "Wandern Plus" bedeutet.

Seit weit über tausend Jahren begeben sich Christen auf Pilgerreisen. Immer mehr Menschen folgen inzwischen wieder dieser Tradition und machen sich auf den Weg.

Die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers lädt Sie ein, den Pilgerweg Loccum-Volkenroda, einen alten Zisterzienserweg, als ökumenischen Pilgerweg zu entdecken. Der Weg verbindet die beiden ehemaligen Klöster Loccum, nordwestlich von Hannover, und Volkenroda, nahe Mühlhausen in Thüringen.

Am 6. April 2005 wurde dieser Weg mit einer Andacht von Landesbischöfin Dr. Margot Käßmann offiziell im Hamelner Münster mit mehreren hundert Gästen eröffnet. Der Pilgerweg folgt der Weser, der Leine und der Unstrut. Er führt durch das Weserbergland, den Vogler und den Solling, sowie schließlich durch das Eichsfeld.

Geführt werden die Wanderer von Wegweisern mit dem Loccumer Zisterzienserkreuz - das Symbol für den Pilgerweg. Die Vorlage ist ein mittelalterliches Steinrelief innerhalb des Torhauses des Klosters Loccum.

Mit dem Pilgerweg von Loccum nach Volkenroda erhalten vor allem die alten Verbindungen zwischen beiden Klöstern neue Impulse. Sie reichen zurück bis in deren Gründungszeit im Mittelalter. Ein Stück Vergangenheit kann hier vergegenwärtigt werden.

Am Anfang standen Mönche aus Volkenroda, die sich im Jahre 1163 aufmachten, um in Loccum ein Tochterkloster zu gründen. Und seit 2001 steht in Volkenroda der Christuspavillon, das Wahrzeichen der christlichen Kirchen auf der EXPO 2000 in Hannover.

Aber auch zahlreiche weitere Klöster, in denen inzwischen verschiedene Konfessionen beheimatet sind, finden sich auf diesem Pilgerweg. Gleichfalls können hier viele weitere sehenswerte Baudenkmäler und eine abwechslungsreiche Natur entdeckt werden. Der Weg bietet sich an als ein Stück Selbstbesinnung in hektischer Zeit. Dazu gehören die Wahrnehmung von Natur, Geschichte und Kultur. Der Pilgerweg verbindet nicht zuletzt zwei der bedeutendsten nord- und mitteldeutschen Kulturlandschaften, die vor noch nicht allzu langer Zeit durch den Todesstreifen der ehemaligen DDR-Grenze getrennt waren. Gebäude und Landschaft spiegeln heute noch das wechselhafte Mit- und Gegeneinander der beiden großen christlichen Kirchen in Deutschland wider.

Auf dem Weg finden sich für Pilger an vielen Orten Möglichkeiten, sich für die Reise segnen zu lassen oder an Andachten teilzunehmen. Auch kann ein Pilgerausweis erworben werden, auf dem sich die Stationen des Weges eintragen lassen.

Begeben Sie sich auf der Homepage zum Weg auf eine virtuelle Reise entlang der Strecke oder machen Sie sich in alter Pilgertradition auf, diesen Weg selbst zu erwandern.

Das Buch von Jens Gundlach, "Zwischen Loccum und Volkenroda. Ein Pilgerbuch." (224 Seiten, Euro 14,90, ISBN 3-7859-0914-4), lädt begleitend dazu ein, diesen Weg und Pilgern frisch und undogmatisch kennen zu lernen. Es ist erhältlich in jeder Buchhandlung oder über das Lutherische Verlagshaus; Tel.: (05 11) 12 41 716; E-Mail: roecher@lvh.de

Informationen: www.loccum-volkenroda.de